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THEATRON PFINGSTFESTIVAL 2017  
SONNTAG, 4. Juni 2017

  Samstag 3. - Montag 5. Juni 2017
Eintritt frei
Jugendkulturwerk München

Sonntag, 4. Juni 2017
Sonntag, 4. Juni 2017, 16.00 Uhr
Murena Murena
(München)


 
shaMe over! eine ganz liebenswerte leiche oder eine kaputte traummaschine, ein in ewigkeit heulender Motor oder eine hell flammende Zukunft? shaMe over! daniel murena ruft sie alle wach, ruft sie aus wie der coco Bello Mann am strand unserer Kindheit, der sich nun wähnt in tiefster nacht. Wie der Messerschleifer, der durch windige Gassen pfeift und ruft. Wie ein süditalienischer Moritatensänger, der in erinnerung ruft, für wen das Messer zu feil geschliffen war. Wie die stimme, die durch "letztes Jahr in Marienbad" hallt, der toten Kulturgesellschaft ein Mausoleum errichtend. oder wie ein zu lauter Platzanweiser in einem Kino, in dem ausschließlich Filme von Pasolini und Fellini laufen, um dort die dolce vita auf die unbequemen Plätze zu verweisen. shaMe over! unterstützt wird diese stimme von einer handvoll rock'n'roll Musikern aus München: Albert Pöschl, tagar und dizzy errol - bekannt aus der arbeit innerhalb der Gruppen das weiße Pferd, kamerakino, Queen of Japan oder Friends of Gas, agieren sie hier wie das crazy horse, das stoisch den verwüstungen und apokalypsen von daniel Murena folgt; vorausgesetzt crazy horse wäre jemals die Band von alan vega gewesen. der Zuhörer hingegen weiss nie so genau, was als nächstes folgt - shaMe over!

Wie durch das murenA murenA album "Ghoaster coaster" fahren wir durch diese Platte wie durch eine Geisterbahn - bei verdoppeltem einsatz: diese Platte ist ein Feuerreifen. und weit weniger morbide als man nun meinen möchte. shaMe over! die zentralen stücke "lovely homes" und "Peace" berühren auf poetische Weise die themen der Zeit. Besingen jene, die auf der Suche und auf der Flucht sind. Wo ist zuhause, Mama? In songs, die einem ein dach über dem Kopf geben! unterwegs hören wir "dancing naked" im reggae Gewand: comicstriprock! "le van's Wife", ein unglaublich realer Fall von nekrophilie: Horror soul! "drag race city" - das letzte Interview von James dean vor seinem crash: Pop noir! dub-techniken aus dem echokammer studio, einspielungen von tom wu (das Weiße Pferd, hidden cameras) und die stimmen von Anna mccarthy (damenkapelle), manu rzytki (Parasyte Woman, G. rag & die landlergschwister) und Anna Pü mit bruch erweitern das spielfeld. Gabi Prinzip services aus dem hause schamoni musik, sowie die Münchner labels Gutfeeling records und echokammer unterstützen diesen ersten deutsch-Österreichischen Freundschafts-release des Wiener labels totally wired records. die ungestüme Wucht in der arbeit des in serbien geborenen Malers boban Andjelkovic illustriert genau diesen speziellen drall, den diese Musik hat. den kräftigen humor, die zarte Zerrissenheit. shaMe over ist ein rock'n'roll, der klingt wie wenn die libertines nicht von Mick Jones, sondern von Joe strummer produziert worden wären. Besser? schlechter? shaMe over!

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Sonntag, 4. Juni 2017, 16.45 Uhr
Ela Querfeld
(Köln)


 
"Die ist ja süß!", mag man denken, wenn man Ela zum ersten Mal sieht. Was für ein hübsches Klischee! Dabei hasst Ela Klischees.

Ela ist Alltagsrebellin, Wahlspießer, Sonnenschein und Tornado in einem. Eine Sängerin, die weit entfernt von glatt gebügelten Profilen einfach "ist" und genau damit das Publikum überrollt, authentisch und energiegeladen. Als Rockstar oder Balladenqueen zwischen deutscher Poesie, Pop, NDW und Sprechgesang. "Wo kommt denn bitte DIESE riesen Stimme her?" Von der Frau da an der Akustikgitarre oder dem Klavier.

Von ELA QUERFELD.

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Sonntag, 4. Juni 2017, 17.45 Uhr
Matthew Mathilda
(München)


 
Das charmante Duo, bestehend aus einem Singer Songwriter aus Manchester und einer Cellistin und Bassistin aus München, erschafft durch ihren rauen und doch sinnlichen Ausdruck eine einzigartige Atmosphäre. Mit souligen Harmonien malen Matthew Matilda Bilder voller Sozialkritik und ironischer Geschichten. Beeinflusst von Bob Dylan, Nina Simone und traditionellem Folk und Blues bringen die zwei eine lang vermisste Frische in das Folk, Folk-Rock Genre, ohne dabei Matthew's Wurzeln in der rauen aber lebendigen Musikszene von Manchester zu vergessen.

Nach regelmäßigen Auftritten beim Fish'n Blues in der Glockenbachwerkstatt, dem Tollwood und zahlreichen Bars und Clubs sind die beiden aus der Münchener Musikszene nicht mehr wegzudenken. Im Sommer 2015 wurden sie zusätzlich von der Fachstelle Pop zu Münchener Band des Jahres gekürt. Anfang 2017 veröffentlichen sie ihre erste EP und werden auf zahlreichen Shows und Festivals in ganz Deutschland vertreten sein.

"Der Magie, die in Matthew und Matildas Musik liegt, kann man sich einfach nicht widersetzten - Sie setzten die Welt auf Zeitlupe und Transzendenz." - Puls -

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Sonntag, 4. Juni 2017, 18.45 Uhr
Hildegard von Binge Drinking
(Würzburg)


 
Jesus ist tot. Punk auch. Und selbst wenn's Spinner gibt, die das leugnen: Deal with it. Machen Hildegard von Binge Drinking ja auch. Von Punk ist nur das Skelett übrig, das Direkte, die Wut - nicht das Wiederkäuen des immer gleichen Einheitsbreis und der Glaube daran, dass kurz nach Discharge die Geschichte aufgehört hat. Apropos Glaube: Der war noch nie in the mix. Dafür Krautrock oder zumindest heilsame Essenzen davon: Schlagzeug motorisch. Synthieläufe von hier bis Wolperath. Und der Vocoder, der schon bei Kraftwerk aus dem mittelmäßigen Sänger Ralf Hütter den grandiosen Sänger Ralf Hütter gemacht hat.

Jetzt also, nach 70 Shows zwischen Fusion, Christopher Street Day und französischem Bierfest: Debütalbum. Namens "Hildegard von Binge Drinking" und zum Thema Schlaf. Ein Soundtrack der Träume - aber eher solcher, die man hat, wenn man betrunken unter einem flackernden Deckenlicht einschläft: kalter Schweiß, unkontrollierbares Muskelzucken, nervöses Aufschrecken - und die Frage, ob dieser Alptraum Realität ist oder diese Realität der Alptraum. Fallen. Immer wieder Fallen. Aber auch über Schlaf als letzten Rückzugsort vor diesem Alptraum Realität. Fluchten. Immer wieder Fluchten. Temporär. Oder auch dauerhaft, siehe "Death".

Wie das klingt? Kalt, wie sowjetischer New Wave aus den 80ern. Aus einer Zeit, als die Welt noch unterging. Künstlich, wie Synthesizer eben klingen - oder besser: wie ein Synthesizer eben klingt, schließlich ist es nur einer. Authentizität ist überbewertet, analog sowieso. Kompakt, weil es doch nur ein Duo ist. Auch wenn sich diese Chöre nach mehr anhören.

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Sonntag, 4. Juni 2017, 19.45 Uhr
Ebow
(München)


 
"Meine Musik ist wie Hip Hop auf einer türkischen Hochzeit" sagt Ebow über ihr Album.
Frei von Gangsta-Klischees fusionieren die Münchnerin Ebru "Ebow" Düzgün und ihr Produzent Nik Le Clap Hip Hop mit orientalischen Sand-Rebab-Samples und Nineties-R'n'B.
Erste große Aufmerksamkeit bekam Ebow durch Guerilla-Auftritte im Münchner Bahnhofsviertel, unter anderem in Waschsalons, Supermärkten oder der Straßenbahn.

Vergleiche mit M.I.A. drängten sich vor allem wegen ihrer ersten Single "Oriental Dollar" und dem dazugehörigen Video auf, in dem Ebow auf Elefanten reitet. Solche Vergleiche wischt die türkischstämmige Ebru mittlerweile fast etwas verärgert zur Seite: "Ich würde nie behaupten, M.I.A. hätte mich nicht beeinflusst. Aber dann müsste man zu den ganzen anderen Rappern sagen 'Deutschlands Tupac'".
Auf die ersten Reaktionen der Presse (unter anderem in der Süddeutschen Zeitung, sowie TV-Auftritte bei der BR-Startrampe folgten zahlreiche Liveauftritte, auch auf Festivals wie dem On3 Festival des Bayerischen Rundfunksund dem Sound Of Munich Now Festival der Süddeutschen Zeitung.

Mit dem selbstproduzierten halbstündigen Video-Mixtape "Habibi's Liebe und Kriege", dass mittlerweile schon über 20.000 Views auf Youtube gesammelt hat, verorteten sich Ebow 2012 mit ihrem von orientalischen Klängen beeinflussten alternativen HipHop erstmals und verpackte soziale Realität in angriffslustige Texte, die von Geschlechterrollen in der türkischen Community, falschen Patriotismus bis zum Waffenhandel reichen.

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Sonntag, 4. Juni 2017, 20.45 Uhr
Acid Arab
(Paris)


 
Das Pariser Electronic Music-Kollektiv Acid Arab hat sich in den letzten Jahren mit seinem betörenden Mix aus elektronischer Musik und arabischen Sounds und Vocals einen Namen in der europäischen Festival- und Clubszene gemacht.
Gegründet wurde Acid Arab 2012 von den Pariser DJs Guido Minisky und Hervé Carvalho. Der Feinschliff an ihrem Sound kam über die Zusammenarbeit mit Musikern aus ganz Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten. Geboren wurden sie im transkulturellen Schmelztiegel Paris und ihr Plan war es, einen Platz für die arabische Kultur in der zeitgenössischen elektronischen Musik zu schaffen. Den Boden dafür bereiteten sie mit mehreren EPs bei dem Musiklabel Versatile, auf denen sie mit anderen Künstlern zusammenarbeiteten sowie Remixe und Stücke von Dritten veröffentlichten.

Im nächsten Schritt wollten Guido und Hervé auch eigene Stücke schreiben und so stießen Pierrot Casanova, Nicolas Borne und sowohl im Studio wie auch live der großartige algerische Keyboarder Kenzi Bourras dazu.
Auf dem jetzt vorliegenden Album, das passenderweise bei Crammed Discs veröffentlicht wurdr, einem Label, das schon immer alle musikalischen Genre- und Ländergrenzen ausgelotet und miteinander verschmolzen hat, gibt es keinen Bummbumm-Techno mit dem ein oder anderen Darbuka-Sample, keine Standard Dance Music mit orientalischen Klischees. Sie ist keine Collage oder "Fusion", sondern hat ihren Ursprung in der Begegnung verschiedener Welten - von Instrumenten, Melodieführung, Technologien und Menschen - auf immer gleicher Augenhöhe. Aufgenommen wurde das Album im Shelter Studio mitten im kosmopolitischen 10. Pariser Arrondissement. Alle Songs erzählen Geschichte aus einer Welt ohne Barrieren und kultureller Dominanz. Das muss keine Phantasiewelt sein: sie existiert bis zu einem gewissen Grad in Frankreich, wo Sender wie Radio Nova arabische Musik seit mehr als dreißig und Beur FM seit mehr als 25 Jahren im Programm haben, wo viele algerische Sänger ihre Platten eingespielt haben, bevor sie sie in ihrem Heimatland veröffentlichten, wo Künstler wie Khaled, Cheb Mami oder Rachid Taha (der auf dem Album mitwirkt) oder Blond-Blond zu Stars wurden.

Frankreich ist außerdem die Heimat des "French Touch" solch einflussreicher Electro-Bands und DJs wie Daft Punk, von legendären Clubnächten wie Concrete oder Chez Moune. Kurz gesagt: Acid Arab sind nicht ins Ausland gereist um Inspirationen für ihre Musik zu finden. Diese fanden sie vor Ort in Paris, eingebettet in die Erde und Geschichte des Landes.
Musikalisch gesehen kommen die radikalen elektronischen Sounds von Acid Arab aus einer breiten Palette an Subgenres wie House, Disco oder Trap und diese verbinden sich auf Musique de France mit großartigen Gastmusikern: neben Kenzi Bourras an den Keyboards, der schon seit dem ersten Tag dabei ist, und dem syrischen Musiker Rizan Said, sind das Cem Yildiz (Vocals und Saz), A-WA (Vocals), deren Song "Habibi Galbi" Acid Arab geremixt hat. Dazu kommen Raï- und Rockmusiker Rachid Taha, der Raï-Fusion-Pionier Sofiane Saidi und Gnawa-Musiker und Sänger Jaouad El Garrouge.

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