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THEATRON PFINGSTFESTIVAL 2016   
SONNTAG, 15. MAI 2016

  Samstag 14. - Montag 16. Mai 2016
Eintritt frei
Sonntag, 15. Mai 2016
Sonntag, 15. Mai 2016, 16.00 Uhr
Chinese Silk & Videotape
(München)


 
Chinese Silk and Videotape machen Pop, wie er eigentlich sein sollte: durchdacht und eingängig, abwechslungsreich trotz klarer Linie und innovativ aber doch irgendwie vertraut...

Besonderen Wert legen die fünf Musiker auf ihre dynamische Live-Performance: Elektronische und akustische Klänge schaffen gemeinsam binnen Minuten gekonnt mächtige Welten und zelebrieren ihren anschließenden Verfall. Ein Pendeln zwischen Melancholie und Hoffnung zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Live-Set…

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Sonntag, 15. Mai 2016, 16.45 Uhr
Minor Movement
(München)


 

“MINOR MOVEMENT“ bedeutet Tanzen, Feiern, Abschalten vom Alltag. Sieben Musiker aus dem Raum München performen eingängige Stücke, die sich zwischen tanzbarem Balkan, heißem Gypsy-Swing und wummerndem Dub-Reggae bewegen.

Mit ihrer Energie und Spielfreude stecken sie dabei das Publikum an und nach der schweißtreibenden Show wird die Musik jedem noch lange in den Ohren klingen.

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Sonntag, 15. Mai 2016, 17.45 Uhr
Khebez Dawle
(Damascus, SYR)


 
Die syrische Post-Rock Band KHEBEZ DAWLE vereint in ihrer Musik verschiedenste Einflüsse – westliche wie arabische: Syrischer Folk spielt eine entscheidende Rolle, aber fast noch deutlicher hört man Bands wie Radiohead oder auch Pink Floyd heraus. Wie Tausende andere haben sich die Musiker auf den weiten Weg von Damaskus über Beirut und die Türkei bis zur griechischen Insel Lesbos und von dort weiter über die Balkanroute bis nach Berlin gemacht – glücklicherweise erfolgreich. Mit der Geschichte ihrer Flucht, die sie halb-ironisch als „ihre erste Europatournee“ bezeichnen, erfuhren sie als „Refugee-Rocker“ große Aufmerksamkeit in den europäischen Medien: KHEBEZ DAWLE verteilten bereits bei ihrer Ankunft am Strand von Lesbos CDs, und spielten überall entlang ihrer Route mit Hilfe der Menschen vor Ort und auf geliehenen Instrumenten Konzerte. Und auch während ihres laufenden Asylverfahrens soll ihre Tournee weitergehen: Zunächst in Deutschland, später in ganz Europa. Sänger und Gründungsmitglied Anas Maghrebi veröffentlichte erstmals Ende 2012 unter dem Namen KHEBEZ DAWLE Musik im Internet.

Die politische Lage in Syrien war unübersichtlich und instabil zu der Zeit, der „arabische Frühling“ war gekommen und wieder gegangen, Repression war allgegenwärtig. Auslöser für die jahrelange Flucht der Bandmitglieder war der gewaltsame Tod ihres damaligen Drummers und politischem Aktivisten Rabia, den man im Mai 2012 mit Genickschuss im Auto fand. Die Band zog vorerst nach Beirut, doch auch dort sahen sie bald keine Zukunft mehr für sich, weder menschlich noch musikalisch. 2015 verkauften Anas und seine Mitmusiker ihr Equipment und begannen ihre Flucht in Richtung Europa. „Alle Menschen würden es vorziehen, einem Krieg auf legale Weise zu entkommen. Aber das ist nicht möglich.“, sagt Anas. Musikalisch beeinflusst wurden KHEBEZ DAWLE nach eigener Aussage buchstäblich von jeder Art von Musik um sie herum: Traditionelle syrische Lieder aus ihrer Kindheit und Jugend trafen auf die Aufbruchsstimmung der frühen Pink Floyd, dazu kamen Bands wie Radiohead oder der Vibe der britischen Indieszene. Ihre Texte beschäftigen sich vor allem mit sozialen und politischen Themen.

Der Bandname bedeutet übersetzt so viel wie „Brot des Staates“, und bezieht sich zum einen direkt auf das von der syrischen Regierung subventionierte Brot, das für alle Gesellschaftsschichten verfügbar war. „Dieses Brot bedeutete ein hohes Maß an Sicherheit und Stabilität. Die Menschen waren halbwegs ok mit allem, was passierte, so lange dieses Brot verfügbar war.“ Im übertragenen Sinne steht der Name vor allem aber für die Erkenntnis und die Überzeugung, dass es nicht das Brot alleine ist, welches die Grundlage einer funktionierenden Gesellschaft bildet. Es sind die Menschen, die in Freiheit leben können, und ihre Kultur, die es braucht, um die Gesellschaft zu erschaffen, von der KHEBEZ DAWLE träumen. Anfang September 2015 kamen die Bandmitglieder wie viele andere mit einem Schlauchboot auf Lesbos an. Kaum angekommen, kamen sie mit Leuten am Strand ins Gespräch, erklärten, wer sie waren und verteilten CDs. „Die Situation war ohnehin schon völlig surreal. Also dachten wir, wir machen sie noch etwas surrealer. Wir wollten ein anderes Bild von Geflüchteten zeigen, als das von armen, verängstigten Menschen.“ Obwohl weder die Überfahrt im Schlauchboot noch der anschließende Marsch über die Balkanroute ein Kinderspiel waren, ist Anas dankbar für die gemachten Erfahrungen. „Unser Glaube an die Menschen ist im Laufe unserer Reise extrem gestärkt worden. Du verlierst den Glauben an Papiere, Pässe und Bürokratie, aber die Erfahrungen, die wir mit Menschen gemacht haben, waren einzigartig.“

Überall auf dem Weg stampften Leute Konzerte aus dem Boden, stellten Equipment und Instrumente zur Verfügung, organisierten Veranstaltungen und Jamsessions. Seit Oktober sind KHEBEZ DAWLE jetzt in Berlin, und sie haben große Pläne. Für 2016 ist unter anderem eine filmische Dokumentation über ihre Flucht geplant sowie eine Europatour in umgekehrter Richtung, mit Start in Berlin und Abschluss auf Lesbos in Griechenland. Mit einer Crowdfunding-Kampagne sollen Instrumente und Studioequipment finanziert werden. „Ich hoffe, dass ich eines Tages bekannt genug in Europa sein werde, um für die Menschen (in Syrien) zu sprechen, die keine Stimme haben.“

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Sonntag, 15. Mai 2016, 18.45 Uhr
Lúisa
(Hamburg)




 
Kleines Gedankenspiel: Was wohl, wenn „Never Own“, wenn also das neue Album von lùisa ein Magazin zum Blättern, eines jener altmodisch analogen Werke aus knisterndem Papier wäre, mit all dem Weißraum für eigene Imaginationen, mit spröde darin verstreuten Bildern voller Kraft, mit seinen verdichteten Versen, die neue Phantasien herauf beschwören? Es gälte als preisverdächtig und bewundernswert. Doch nun ist „Never Own“ Musik, ein Dutzend Songs, und plötzlich gesellt sich zu den zwei Dimensionen eine dritte, wird der Weiß- zum Freiraum, findet sich das Knisternde auf einmal überall wieder, mischen sich elektronische Sounds mit beinahe folkloristischen zu seltsam ergreifenden Klanglandschaften, mal lichter Wald, dann wieder karstige Hochebene. Und das mit dieser Stimme. Unbeschreiblich weiblich, verletzliche Seele und unbändige Kampfeslust, besänftigend und aufrührerisch im beinahe selben Moment. Björk, PJ Harvey und Hildegard Knef in einem Song, damit war nicht zu rechnen gewesen.

Doch die 22 Jahre junge Hamburgerin ist das Kind einer Musikszene im Aufbruch, die sich auf der Suche nach neuen Wegen, Bühnen, Foren und nicht zuletzt Lüsten endlich von alten Flößen trennt und lieber ins kalte Wasser springt. Gestand eine Sängerin vor zehn Jahren, es jetzt mal mit der Methode „Do It Yourself“ zu versuchen, dann hieß dies: Label weg, Geld knapp, nutzen wir die letzte Chance! Heute aber wächst DIY zur eigenen Kunstform mit sehr eigenen Formaten heran, eines davon ist „Never Own“, das Album von lùisa. Ideen müssen nicht länger abgesegnet, sondern umgesetzt werden. Anstatt sich von den alten Hasen, deren Fell längst struppig geworden ist und deren Erfahrungen sich an alten, verwitterten Koeffizienten orientieren, jovial gut gemeinte Ratschläge geben zu lassen, hat lùisa lieber gute Freunde ihres Alters um sich versammelt, hat Waghalsiges probiert und Ungewohntes produziert, überlässt Artwork und Video-Produktionen nicht nurmehr glanzlos schillernden Namen, sondern der Kreativität ihrer selbst und ambitionierter Kumpane.

Ihre Songs führen deshalb auch in gleich mehreren, selbst erschaffenen Welten ein höchst farbenfrohes Eigenleben. Ob sie nun solo, bewaffnet mit Gitarre, Loop-Station & Samplepads oder samt Band im Liveclub aufspielt, unvergesslich – zum Glück auch für sie selbst – bleiben beide Möglichkeiten. Noch länger als ihre fragil arrangierten Kompositionen bleibt dem Zuhörer (nicht vergleichbar übrigens mit dem bloßen Hörer) die Stimme der Sängerin in Erinnerung. Sie klingt wie Quellwasser, das über eine frühlingsbunte Wiese sprudelt, sie kann jedoch im nächsten Moment auch schon wieder an Granitgestein erinnern, welches im Winter vom Frost mit feinsten Haarrissen versehen wurde und im nächsten Augenblick unvermutet zerspringen könnte. Dass lùisa anstelle ihrer Muttersprache sich lieber des Englischen, Französischen und Italienischen bedient, macht den geneigten Zuhörer noch ein bisschen mehr zum Beobachter einer Reise ins glücklicherweise Unbekannte.

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Sonntag, 15. Mai 2016, 20.00 Uhr
Liines
(Manchester, UK)


 

Die All-Girl-Band aus Manchester tritt fest und stilsicher in de Fußstapfen der Riot-Girl-Bewegung. Mit ihrem kraftvollen Post-Punk, der manchmal auch Elemente von Grunge und New Wave enthält, kreieren die drei einen frischen, eigenen Sound.

Von der englischen Musikpresse werden sie bereits mit Bands wie Joy Division oder Sleater Kinney verglichen, in jedem Fall bezeichnet man sie aber als „one of Manchester’s most exciting and powerful live acts“.

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Sonntag, 15. Mai 2016, 21.15 Uhr
Pollyester
(München)


 
Drei Jahre sind seit der Veröffentlichung von Pollyesters Debutalbum „Earthly Powers“ vergangen. Die internationale Presse feierte Pollyester als neue aufregende Mischung von Les Rita Mitsouku, Krautrock und Cosmic und machte die Band in kürzester Zeit zu hoch gehandelten Disco-Punk Newcomern. Auftritte in USA, Japan und quer durch Europa waren die logische Folge und auch Franz Ferdinands Alex Kapranos und Mr. James Murphy himself zählten sich schnell zu den Fans des Quartetts, das nun mit seinem Disko B / Schamoni Musik Debüt vehement nachlegte.

Die Musik der Band versprüht eine ungebremste Punk / New Wave / Disco-Energie: Hier tummeln sich die frühen Talking Heads auf ner DFABlockparty, während im Background der Tom Tom Club und Le Tigre jammen. Gerade erst haben sie die Kammerspiele ausverkauft, höchste Zeit also für größere Bühnen und Festivals.

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